Geschiebetransportmodellierung Salzach und Saalach

Der Fluss Saalach etwa 2 km vor der Mündung in die Salzach. Die Ufersicherung wurde beim extremen Hochwasser im Juni 2013 zerstört. Der Fluss hat sich hier im Laufe der Jahre um mehrere Meter eingegraben. Die rund 10 m hohe Flussböschung ist sehr steil, das für Personen Absturzgefahr besteht.

Zur Unterstützung wasserbaulicher Planungen an der Unteren Salzach sowie am Unterlauf der Saalach zwischen der Staumauer Kibling und der Mündung in die Salzach wird ein zweidimensionales numerisches Geschiebetransportmodell aufgebaut.

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Geschiebetransportmodellierung Salzach und Saalach

Der Fluss Saalach etwa 2 km vor der Mündung in die Salzach. Die Ufersicherung wurde beim extremen Hochwasser im Juni 2013 zerstört. Der Fluss hat sich hier im Laufe der Jahre um mehrere Meter eingegraben. Die rund 10 m hohe Flussböschung ist sehr steil, das für Personen Absturzgefahr besteht.

Zur Unterstützung wasserbaulicher Planungen an der Unteren Salzach sowie am Unterlauf der Saalach zwischen der Staumauer Kibling und der Mündung in die Salzach wird ein zweidimensionales numerisches Geschiebetransportmodell aufgebaut.

Quellenangabe: M. Hengl (BAW-IWB, 2013) Download (Bild)

Die Modellerstellung selbst wird von der Universität Stuttgart, Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung, Lehrstuhl für Wasserbau und Wassermengenwirtschaft durchgeführt.

Das IWB wirkt beratend mit seinem Expertenwissen an der Modellerstellung und Ergebnisinterpretation mit und unterstützt damit das bayerische Wasserwirtschaftsamt in Traunstein und die Bundeswasserbauverwaltung beim Amt der Salzburger Landesregierung auf wasserbaulicher und flussmorphologischer Ebene.

Grundlage des Projekts ist ein Auftrag der Grenzgewässerkommission nach dem Regensburger Vertrag zwischen Deutschland und Österreich.

Mit diesem numerischen Modell sollen genauere Kenntnisse über die Geschiebetransportvorgänge im Freilassinger Becken und im Unterlauf der Saalach (als Geschiebelieferant für die Salzach) gewonnen werden. Im Detail sind mit dem kalibrierten und validierten Modell folgende Arbeitsschritte vorgesehen:

  • Ermittlung des Geschiebeeintrags aus der Saalach in die Salzach
  • Abschätzung der langfristigen Entwicklung der Gewässersohle in der Saalach und in der Salzach im Freilassinger Becken
  • Geschiebeeintrag aus dem Freilassinger Becken in den weiteren Verlauf der Salzach (Laufener Enge, Tittmoninger Becken, Nonnreiter Enge)
  • Entwicklung von Sohlstützungsmaßnahmen und Nachweis deren Wirkung

Diese Arbeiten sind auch wichtige Grundlagen für

  • Planungen zur Verbesserung der Geschiebedurchgängigkeit, insbesondere an der Saalach
  • Planungen von Maßnahmen zur Zielerreichung des guten Zustand nach EU Wasserrahmenrichtlinie, rechtlich umgesetzt in den jeweiligen Rechtsmaterien der beiden Nachbarstaaten.