Salzach - Morphologische Untersuchung nach dem Hochwasser 2013

Das Weiche Ufer der Salzach nach dem Hochwasser 2013 mit einer flachen Kiesbank, die zum Spielen am Wasser einlädt. Dahinter sieht man den dichten Auwald aus Bäumen und Büschen. Seit 2010 kann sich die Salzach hier wieder frei entwickeln, da die Steine der Ufersicherung entfernt wurden. Im Juni 2013 wurde die Untere Salzach von einem mehr als hundertjährlichen Hochwasserereignis heimgesucht. Der maximale Abfluss lag um ca. 15 % über dem statistisch ermittelten hundertjährlichen Hochwasser. Üblicherweise werden wasserbauliche Maßnahmen maximal auf ein hundertjährliches Ereignis ausgelegt.
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Kalibrierung hydrometrischer Geschwindigkeitsmessgeräte

Bild eines Messflügels Am Institut für Wasserbau und hydrometrische Prüfung besteht die einzige Kalibriereinrichtung in Österreich für hydrometrische Geschwindigkeitsmessgeräte. Im nebenstehenden Foto sehen Sie ein Beispiel eines hydrometrischen Geschwindigkeitsmessgerätes.

 

Österreichischer Kalibrierdienst ÖKD 22
Für zahlreiche Aufgaben der Wasserwirtschaft sind verlässliche und daher vergleichbare Gewässerdaten erforderlich. Durchflussbestimmungen, die im Allgemeinen über Messungen der Fließgeschwindigkeiten mit kalibrierten Messgeräten erfolgen, gehören zu diesen grundlegenden Daten.
Nur untereinander vergleichbare Messdaten sind brauchbar. Die Vergleichbarkeit der Messdaten ist nur über Messungen mit kalibrierten Messgeräten erzielbar.

Am Institut für Wasserbau und hydrometrische Prüfung besteht die einzige Kalibriereinrichtung in Österreich für hydrometrische Geschwindigkeitsmessgeräte. Durch die Akkreditierung sind die Ergebnisse international anerkannt. Damit kommt der hydrometrischen Prüfung eine wichtige Basisfunktion für die Hydrometrie unseres Landes zu.

Die hydrometrische Prüfung stellt das Bezugsnormal Referenzgeschwindigkeit für Fließgeschwindigkeitsmessgeräte zur Verfügung.

Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen sorgt durch seinen Physikalisch- technischen Prüfdienst für die Rückverfolgbarkeit der Referenzgeschwindigkeit des Bezugsnormals der hydrometrischen Prüfung. Das Bezugsnormal wiederum muss auf nationale und damit internationale Normale rückverfolgbar sein. Diese Normale sind durch die 7 Basiseinheiten des Internationalen Einheitensystems (SI-Systems) definiert.

Das Qualitätsmanagement unseres Institutes bzw. des Bundesamtes für Wasserwirtschaft sichert durch interne Audits die Einhaltung der Qualitätsstandards. Die nationale Akkreditierungsbehörde sorgt durch externe Audits für die Einhaltung der Akkreditierungsvoraussetzungen wie etwa der Kalibriernorm EN ISO/IEC 17025.

Im Mai 2001 wurde während eines solchen externen Audits bei der hydrometrischen Prüfung die österreichische Akkreditierungsstelle durch die European cooperation for Accreditation (EA) evaluiert.

2015 konnte der alle 5 Jahre erforderliche Neuakkreditierungsprozess wieder erfolgreich absolviert werden.


Zertifikat der Akkretierungsstelle Austria für unsere Kalibrierstelle, bestätigt am 18.09.2015

Mehr Informationen finden sie in den untenstehenden Themen:

- Bedeutung der Kalibrierung
Nur untereinander vergleichbare Messdaten sind brauchbar. Die Vergleichbarkeit der Messdaten ist nur über Messungen mit kalibrierten Messgeräten erzielbar.

Für zahlreiche Aufgaben der Wasserwirtschaft sind verlässliche und daher vergleichbare Gewässerdaten erforderlich.
Durchflussbestimmungen, die im Allgemeinen über Messungen der Fließgeschwindigkeiten mit kalibrierten Messgeräten erfolgen, gehören zu diesen grundlegenden Daten.

Wesentliche Auswirkungen haben Fließgeschwindigkeitsmessungen auf:

  • Hochwasserschutzmaßnahmen mit entsprechenden Auswirkungen auf Risikopotential bzw. Investitionskosten
  • Erhebungen des Abflusses für die Bestimmung des Wasserkreislaufes im Rahmen des Hydrographiegesetzes. Diese Daten werden vorwiegend durch die hydrographischen Landesdienste der Bundesländer erhoben. Ausgewertet und bereitgestellt werden die Daten vom Hydrographischen Zentralbüro
  • Messungen von Geschwindigkeitsverteilungen in Leitungssystemen und Wasserkraftanlagen
  • Durchfllussermittlungen in Industrieanlagen (zB Abwassermengenmessungen)
  • Wissenschaftliche Untersuchungen wie zB die Analyse von Ausbreitungsvorgängen von Schadstoffen in Fließgewässern, simultane Abflussmessungen zur Erforschung der Interaktion zwischen Grund- und Oberflächenwasser; Zusammenhänge zwischen Strömungsgeschwindigkeit und dem Wachstum submerser Pflanzen, Analyse der Funktionsfähigkeit von Fischaufstiegen für verschiedene Fischarten.

- Aufgabe der Hydrometrischen Prüfung
Die Hydrometrische Prüfung dient der Kalibrierung und Überprüfung von Geräten, die sich zur Messung der Fließgeschwindigkeit eignen. Dabei wird eine eindeutige Beziehung zwischen tatsächlicher Geschwindigkeit und Anzeige des Messgerätes ermittelt.
Für Fließgeschwindigkeitsmessungen verwendet die Hydrometrie in erster Linie hydrometrische Flügel, vom Mikroflügel für den Laborbetrieb bis zum Hochwasserflügel.

Die Kalibrierung dokumentiert die systematischen und zusätzlich die zufälligen Eigenschaften des hydrometrischen Geschwindigkeitmessgerätes. Die charakteristischen Eigenschaften des Messgerätes werden durch die Kalibrierung auf nationale und damit internationale Normale rückverfolgbar. Der Anwender kann daher mit seinem kalibrierten Messgerät vergleichbare Messdaten ermitteln. Die Vergleichbarkeit der Daten ist eine Anforderung, die das Hydrographie Gesetz ausdrücklich vorschreibt.

- Wie erfolgt die Kalibrierung (ÖKD 22)?
Die Kalibriereinrichtung der hydrometrischen Prüfung besteht aus dem Kalibriertank, Länge: 40 m, Breite 2,2 m, Wassertiefe: 1,7 - 1,9 m, dem Messwagen (Schleppwagen) mit stufenlos einstellbarer Wagengeschwindigkeit (Referenzgeschwindigkeit) bis 3,4 m/s und der EDV-gestützten Messwerterfassung.

Bei der Kalibrierung zieht der Schleppwagen das - an ihm möglichst dem Messeinsatz in der Natur entsprechend befestigte - Geschwindigkeitsmessgerät mit vorgewählten Referenzgeschwindigkeiten durch den ruhigen Wasserkörper des Kalibriertanks.
Die Messwerterfassung beinhaltet die Registrierung der jeweiligen Geschwindigkeit (Referenzgeschwindigkeit) des Schleppwagens und die gleichzeitige Registrierung der Anzeige des Fließgeschwindigkeitsmessgerätes, das kalibriert wird.
Aus einer ausreichenden Anzahl von solchen Einzelprüfungen werden die Kalibriergleichungen und die erweiterte Messunsicherheit ermittelt und dann die Kalibrierdokumente ausgestellt.

Hier finden Sie die Preise für eine Kalibrierung.